10.31.2022 FAIRFAMILY

Psychische Gesundheit fördern – 8 Tipps für mehr Wohlbefinden am Arbeitsplatz

Psychische Gesundheit fördern

Der Arbeitsausfall wegen psychischer Erkrankungen hat in den letzten Jahren enorme Dimensionen angenommen. Denn Burnout, Depressionen & Co. sind keine Ausnahmeerscheinungen mehr. Der jüngste Psychreport 2022 der Krankenkasse „DAK-Gesundheit“ sammelte Daten von mehr als 2,4 Mio. Beschäftigten und kam zum erschreckenden Ergebnis: Der Arbeitsausfall aufgrund psychischer Erkrankungen stieg 2021 auf einen neuen Höchststand. Mit 276 Fehltagen je 100 Versicherte waren es 41 Prozent mehr als vor zehn Jahren.  

Laut Psychreport 2022 dauerte zudem ein psychischer Krankschreibungsfall 2021 durchschnittlich 39,2 Tage. Auch das ist ein bisher noch nie erreichter Höchstwert. Die Krankenkasse führt die dramatische Entwicklung mit diesen Rekordwerten auf „die zunehmende psychische Belastung während der Pandemie mit allen ihren Begleiterscheinungen“ zurück. Und: „Die Betroffenen finden aktuell auch schwerer wieder in ihren Berufsalltag zurück.“

Psychische Gesundheit immer wichtiger

Alarmierend für Arbeitgeber sollte auch die Tatsache sein, dass die Ausfallzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen um ein Vielfaches länger sind als bei rein körperlicher Erkrankungen. Daher sollte es im besonderen Interesse eines Arbeitgebers liegen, vorbeugend zu handeln und die psychische Gesundheit der Mitarbeiter bestmöglich zu fördern.   

Auf der anderen Seite sehen auch die Beschäftigten die Wichtigkeit: Die zu den weltweit führenden Unternehmensberatungen zählende Deloitte hat in einer Umfrage unter 6.000 Beschäftigten festgestellt, dass 80 Prozent der Befragten meinten, Wohlbefinden sollte für ihre Arbeitgeber höchste Priorität haben. 

Das European Network for Workplace Health Promotion (ENWHP) sieht für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz hauptsächlich gesundheitliche Aspekte und benennt als Schlüssel dafür die betriebliche Gesundheitsförderung bzw. ein entsprechendes Gesundheitsmanagement in Form von Maßnahmen der Arbeitgeber, Arbeitnehmer sowie der Gesellschaft.

Gutes körperliches und geistiges Wohlbefinden zahlt sich aus

Daher: Werden von Dir als Arbeitgeber das körperliche und geistige Wohlbefinden am Arbeitsplatz gezielt gefördert, „erntest“ Du früher oder später die „Früchte“. Für das Unternehmen sind es diese Vorteile:

  • erheblich weniger Krankheits- und Fehltage
  • deutlich höheres Mitarbeiterengagement
  • Zuwachs an Produktivität
  • Umsatzsteigerungen  
  • wesentlich bessere Mitarbeiterbindung

Die psychische Gesundheit sowie das Wohlbefinden am Arbeitsplatz Deiner Mitarbeiter sollte also Chef- und Herzenssache sein. Und schon mit einfachen wie auch wirksamen Maßnahmen kann von Deinem Unternehmen viel erreicht werden.

Psychische Gesundheit nur mit ganzheitlichem Gesundheitssystem

Es  kann nicht oft genug gesagt werden: Psychische Gesundheit ist nur durch einen ganzheitlichen Ansatz, eben in einem ganzheitlich ausgerichteten Gesundheitssystem Deines Unternehmens zu erreichen. Das bedeutet also ein umfassend und mit allen möglichen Mitteln agierendes Gesundheitssystem, das nicht nur auf die körperliche, sondern ebenso auf die psychische Gesundheit der Mitarbeiter zielt und sie unabhängig von der konkreten Arbeitsplatzkonstellation fördert.

Ganzheitlich, weil umfassend, bedeutet daher konkret zum Beispiel ergänzend Live-Coaching-Sessions einzubauen oder – die Betonung liegt auf „gemeinsame“ – Wettbewerbe in der Firma wie eben Achtsamkeits-Challenges durchzuführen. Zugleich sind auch monetäre Anreize ein gutes Mittel, Mitarbeiter damit zu „aktivieren“, sich mehr und nachhaltiger mit der eigenen psychischen Gesundheit zu beschäftigen.

Insgesamt haben wir über 300 weitere Gesundheitsleistungen in unserem Portfolio, sodass es genug Top-Instrumente gibt, das ganzheitliche gesundheitliche Interesse Deiner Mitarbeiter zu wecken.

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Was tun: 8 Tipps …

Das sind zum Beispiel acht wirksame Maßnahmen für mehr Wohlbefinden am Arbeitsplatz, aber zu vertretbaren Kosten und schnell organisierbar:

  1. Mehr Sozialkontakt statt Email-Kontakt: Die zwischenmenschliche Begegnung und der Austausch sind wesentlich für das Wohlbefinden. Je mehr, desto besser, wie zum Beispiel bei der Kaffee- oder Raucherpause bzw. beim Smalltalk in der Betriebsküche oder Kantine.
  2. Wertschätzung zeigen: Statt der Haltung „Nicht geschimpft ist genug gelobt“ einfach öfter freundlich und anerkennend gut ausgeführte Arbeit der Mitarbeiter auf mehreren und kreativen Wegen loben. Wie wäre es mit einer wertschätzenden und persönlichen Nachricht per 100 Prozent „analog“ verschickter Postkarte?
  3. Erholungsräume – neben den Arbeitsräumen: Eine gute Idee ist auch, im Betrieb Räume zu schaffen, in denen sich die Mitarbeiter unterhalten, erholen und zur Ruhe kommen können. Eben dort einfach einmal über Dinge in aller Ruhe nachzudenken und den Moment zu genießen. Dort könnten Übungen in Achtsamkeit den schnöden Alltag überwinden helfen. Das hilft, mehr Entspannung, Ruhe und Lebensfreude zu erfahren.
  4. Pausen sind wichtig: Mitarbeiter sollten ruhig dazu ermutigt werden, zum Beispiel alle 90 Minuten eine 15-minütige Pause zu machen. Wenn Mitarbeiter sich ausgeruht fühlen und mental aufgefrischt wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, steigert das laut Studien die Produktivität erheblich.
  5. Spiele zum Entspannen: Die Pausenraum-Spiele wie Basketballkörbe, Dartscheiben, Kickertische oder Tischtennisplatten haben sich nicht nur in den Schulen bewährt. Auch im Betrieb helfen sie, in den Pausen Spannung abzubauen und zwischendurch einen guten Grund zu liefern, den Schreibtisch einmal zu verlassen
  1. „Powernapping“: Fakt ist, dass die deutsche Volkswirtschaft durch Schlafstörungen und daraus folgende Hunderttausende an Krankmeldungen jedes Jahr 60 Mrd. Euro verliert, so eine Berechnung der US-Denkfabrik Rand Corporation aus dem Jahr 2016. Ein „Power-Nap“ – so heißt das klassische Nickerchen inzwischen – würde laut Meinung von Forschern dagegen die Leistungsfähigkeit um bis zu 40 Prozent steigern. Sie fordern die Rückkehr zum Nickerchen und Mittagsschlaf, so wie es bereits in der Google-Zentrale praktiziert wird: Dort stehen Liegesessel bereit, wo Mitarbeiter unter Kugelhauben dösen können. Der US-amerikanische Sportartikelhersteller Nike bietet in Portland seinen Mitarbeitern sogar Schlafräume an, so wie der Onlinevermittler Uber in San Francisco. Aber Deutschland ist in Bezug auf „Powernapping“ noch eher im Tiefschlaf unterwegs. Mit Ausnahmen: Im Bosch-Entwicklungszentrum bei Heilbronn können die Mitarbeiter per Kopfhörer auf sog. Klangliegen dösen und bei BASF gibt es mehrmals im Jahr an den Arbeitsplätzen „Powernapping“-Kurse. Also, weg mit dem Vorurteil, so Fietze, „Wer schläft ist ein Faulenzer.“ Im Gegenteil!
  2. Gesundes Team-Essen und mehr: Warum nicht ein monatliches Mittagessen einführen, bei dem jeder Mitarbeiter sein gesundes Gericht mitbringt. Oder wie wäre es mit gesund kochen lernen? Vielleicht einmal einen namhaften lokalen Koch zum „Showcooking“ einladen: Dann gibt es kurze „Kochkurse“ in Arbeitspausen und so erhalten die Mitarbeiter Anleitungen für schnelle, leckere sowie gesunde Gerichte zum Selbermachen, für das gemeinsame Essen und für die eigene Familie. Statt des Kochs wäre auch der Aufbau einer eigenen Bibliothek für gesunde Küche und Betriebsgesundheit in Kooperation mit einer Buchhandlung vor Ort eine Idee. So haben die Mitarbeiter jederzeit informative Bücher über geistiges und körperliches Wohlbefinden griffbereit. 
  3. Zusammen geht mehr: Ein Team zusammenzubringen, ist oft mühsam und langwierig. Helfen kann, mit Deinen Mitarbeitern einfach einmal im Monat eine gute, gemeinsame Zeit zu verbringen. Lade sie also auf Kosten der Firma zu einer „Happy-Hour“ ein und sorge für Gesprächsstoff sowie einem schönen Gemeinschaftserlebnis: Zum Beispiel ganz nach dem Motto „Lachen ist gesund“ wird ein Komiker zum Mitarbeitertreffen angeheuert, der für Spaß sorgt. Oder mit einer betriebsinternen Schnitzeljagd, bei der auf spielerische Art ein „Schatz“ auf dem Betriebsgelände gemeinsam gesucht werden muss.  

Das sind nur einige Ideen, aber sie können helfen, die psychische Gesundheit zu fördern und eine umfassende Strategie zum Wohlbefinden der Mitarbeiter zu entwickeln.

Achtung: Staatliche Fördermittel und Steuervorteile nutzen!

Der Staat fördert Unternehmen, die in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren. Das hilft, die Finanzierung solcher Gesundheitsmaßnahmen noch wirtschaftlicher zu gestalten. So fließen weitere Mittel, um mit Konzept und bei messbaren Erfolgen nachhaltige Investitionen in die psychische Gesundheit Deiner Mitarbeiter zu machen. Mit einem vervielfachenden Effekt!

So haben wir aus über 4.000 Beratungen ein staatlich gefördertes und hochwirksames Gesundheits-Benefit-System stets individuell für Unternehmen entwickelt. FAIRFAMILY kann dieses System auch Deinem Unternehmen zur Verfügung stellen. Wir begleiten Dein Unternehmen vom Onboarding über das Employer Branding bis hin zur nachhaltigen Nutzung.

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