Trage Dich hier ein, um das kostenlose Whitepaper zu erhalten:
Neueste Beiträge
Autoritärer Führungsstil – Definition, Chancen & Risiken, Anwendung und Alternativen
Du willst weg von unbewusst autoritärer Führung hin zu einer klaren, wertorientierten Führungskultur? Im Culture Book erhältst Du konkrete Leitlinien, Praxisbeispiele und Reflexionsfragen, wie Du Rollen, Verantwortung und Zusammenarbeit so gestaltest, dass Autorität...
Situativer Führungsstil – Definition, Modelle, Praxisleitfaden und Beispiele
Du möchtest, dass Deine Führungskräfte situativ führen, ohne dass jeder seinen ganz eigenen Stil lebt? Im Culture Book – Wertorientierte Unternehmensführung erfährst Du, wie Du situatives Führen in klare Werte, Rollen und Führungsleitlinien einbettest. So entsteht...
Transaktionale Führung: Definition, Merkmale, Umsetzung & Vergleich
Du willst transaktionale Führung so einsetzen, dass sie für Klarheit, Verlässlichkeit und gesunde Performance sorgt – ohne Dein Team zu demotivieren? Im Culture Book erhältst Du konkrete Leitlinien, Praxisbeispiele und Reflexionsfragen, wie Du Rollen, Erwartungen und...
Laterale Führung: Führen ohne Weisungsbefugnis – Definition, Instrumente, Praxisleitfaden
Willst Du erfahren, ob laterale Führung Dein Unternehmen zu besseren Entscheidungen, höherer Motivation und stärkerem Employer Branding führen kann? Dann entwickle jetzt Deine TOP Arbeitgeber Strategie und finde die Antwort im:[dmpro_popup popup_id="download-formular"...
Partizipativer Führungsstil: Definition, Merkmale, Vorteile, Umsetzung & Praxisbeispiele
Willst Du erfahren, ob partizipative Führung Dein Unternehmen zu besseren Entscheidungen, höherer Motivation und stärkerem Employer Branding führen kann? Dann entwickle jetzt Deine TOP Arbeitgeber Strategie und finde die Antwort im:[dmpro_popup...
Über den Autor
Felix Lehmann
Die Mediation, eine Form der außergerichtlichen Konfliktlösung, hat sich im Laufe der Zeit zu einer multidisziplinären Praxis entwickelt. Auch in der Arbeitswelt kommt das Mediationsverfahren zum Einsatz, wenn keine Einigung zwischen zwei Parteien erzielt werden kann.
Dieser Artikel dient als Leitfaden zum Mediationsverfahren, seiner Prinzipien und seiner Schritte. Erfahre, wie eine professionelle Mediation funktioniert und wie sie mit höchster Wahrscheinlichkeit zum Erfolg gelangt.
Mediationsverfahren im Wandel der Zeit
Die heutige Mediation hat sich aus der Praxis der außergerichtlichen Konfliktlösung entwickelt und vereint Ansätze aus verschiedenen Disziplinen, wie der Konflikt- und Verhandlungsforschung, der Psychologie und der Systemischen Therapie. Auch Erkenntnisse aus der Kommunikationswissenschaft und der humanistischen Psychologie fließen in die Mediation ein, weshalb ihre Grundlagen auf vielfältigen Quellen beruhen.
In Deutschland hat sich die Mediation seit etwa 1990 immer stärker etabliert und wurde auch wissenschaftlich untersucht. Dank ihrer interdisziplinären Wurzeln steht die Mediation an der Schnittstelle zwischen psychosozialen, rechtswissenschaftlichen und verhandlungstheoretischen Ansätzen. Da es kaum gesetzliche Vorgaben für das Verfahren gibt, existieren nur wenige allgemein anerkannte Methoden in der Mediation.
Eigenverantwortung als Grundprinzip: Das Mediationsverfahren im Portrait
Der zentrale Grundgedanke der Mediation ist die Eigenverantwortung der Konfliktparteien: Während der Mediator für den Prozess verantwortlich ist, liegt die Verantwortung für den Inhalt bei den Parteien selbst. Diese Grundidee basiert auf der Überzeugung, dass die Beteiligten am besten wissen, wie ihr Konflikt gelöst werden kann, und lediglich Unterstützung bei der Lösungsfindung benötigen.
Dadurch unterscheidet sich die Mediation deutlich von direkten Verhandlungen, Schiedsverfahren oder der klassischen Gerichtsbarkeit. Der Mediator strukturiert das Verfahren durch Vorschläge zur Vorgehensweise und gezielte Fragen, die darauf abzielen, Fakten zu klären sowie die Bedürfnisse und Interessen der Parteien herauszuarbeiten.
Je nach Ausrichtung der Mediation kann der Mediator in unterschiedlichem Maße auch inhaltliche Lösungsvorschläge einbringen oder Einzelgespräche mit den Parteien führen, sogenannte „Caucus“-Gespräche. Im angloamerikanischen Raum werden dabei verschiedene Ansätze unterschieden, wie evaluative, facilitative, party-directed und transformative Mediation.
Mediationsverfahren: Sechs Prozessschritte im Detail
Das Mediationsverfahren ist ein strukturiertes Verfahren zur Konfliktlösung, bei dem ein neutraler Mediator die Konfliktparteien unterstützt, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Das gängige Mediationsverfahren ist ein Prozess, der in sechs Etappen gegliedert ist:
- Einführung und Vorbereitung
- Themen- und Interessensklärung
- Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten
- Verhandlung und Konsensfindung
- Abschluss und Vereinbarung
- Nachbereitung und Umsetzung
Einführung und Vorbereitung im Mediationsverfahren
Das Mediationsverfahren beginnt mit einer gründlichen Vorbereitung, bei der der Mediator den Ablauf erklärt und die Parteien auf die kommenden Schritte vorbereitet. Zu Beginn des Mediationsverfahrens klärt der Mediator die Parteien über den Ablauf und die Grundsätze der Mediation auf.
Nach § 1 Abs. 2 Mediationsgesetz (MediationsG) ist der Mediator für die Struktur und Neutralität des Verfahrens verantwortlich. Es wird eine Mediationsvereinbarung unterzeichnet, die Vertraulichkeit, Verschwiegenheit und Honorar regelt. Verfahrensregeln, wie der Umgang mit Unterbrechungen und emotionalen Ausbrüchen, werden ebenfalls besprochen.
Die Vorphase des Mediationsverfahrens beinhaltet die Klärung der Verfahrensbedingungen durch den Mediator. Die Komplexität des Konflikts bestimmt den Zeitaufwand und die Terminvereinbarungen.
Themen- und Interessensklärung bei der Mediation
In der Themenphase des Mediationsverfahrens werden Streitpunkte gesammelt und dokumentiert. Die daran anschließende Interessensphase zielt darauf ab, die hinter den Themen stehenden Interessen und Bedürfnisse der Parteien zu erfassen und zu verstehen.
Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten im Mediationsverfahren
In der Optionenphase eines Mediationsverfahrens werden alle möglichen Lösungen gesammelt und anschließend auf ihre Machbarkeit bewertet. Diese Phase ist entscheidend für die spätere Verhandlung und Konsensfindung.
Verhandlung und Konsensfindung im Mediationsverfahren
Während der Verhandlungsphase im Mediationsverfahren werden die Optionen detailliert diskutiert. Der Mediator unterstützt die Parteien dabei, Kompromisse zu erarbeiten und eine Einigung zu erzielen, die von allen akzeptiert wird.
Abschluss und Vereinbarung im Mediationsprozess
Nach der Einigung wird eine schriftliche Zusammenfassung erstellt. Die Umsetzung der Vereinbarung wird in der Nachbereitung sichergestellt.
Nachbereitung und Umsetzung
Die Einhaltung der Vereinbarungen wird durch regelmäßige Nachfolgetermine überwacht, um eine reibungslose Umsetzung zu gewährleisten.
Bei FAIRFAMILY nutzen wir die Grundlagen der traditionellen Mediation, weichen aber an einigen Stellen davon ab und verwenden die sogenannte systemische Mediation in Kombination mit Coaching. Hiermit erzielen wir bessere Ergebnisse.
Fazit
Mediationsverfahren bieten eine strukturierte und flexible Lösung für Konflikte, bei der die Eigenverantwortung der Beteiligten im Vordergrund steht. Durch die Einteilung in sechs klar definierte Prozessschritte von der Vorbereitung über die Umsetzung bis zur Nachbereitung ermöglicht Mediation eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den zugrundeliegenden Interessen und Bedürfnissen der Parteien.
Dieses Verfahren stärkt nicht nur das gegenseitige Verständnis, sondern fördert auch eine konstruktive und kreative Lösungsfindung, die zu dauerhaft tragfähigen Vereinbarungen führt.
FAQ
Was ist der Hauptvorteil eines Mediationsverfahrens im Vergleich zu einem Gerichtsverfahren?
Ein Mediationsverfahren bietet eine schnellere, kostengünstigere und einvernehmliche Lösung als beispielsweise gerichtliche Verfahren.
Wie lange dauert ein Mediationsverfahren in der Regel?
Die Dauer des Mediationsverfahrens hängt von der Komplexität des Konflikts ab und kann von wenigen Stunden bis zu mehreren Monaten reichen.
Kann ein Mediator eine endgültige Entscheidung treffen?
Nein, der Mediator unterstützt die Parteien bei der Lösungsfindung, trifft aber keine eigenen Entscheidungen.