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Krankenstand

Bis zu einem gewissen Grad ist es normal, dass Menschen krank werden. Doch in den letzten Jahren ist der Krankenstand in Deutschland stark gestiegen – und das aus unterschiedlichen Gründen. So war zum Beispiel der Krankenstand der in den Techniker Krankenkassen (TK) versicherten Erwerbstätigen im ersten Quartal 2022 mit 5,27 Prozent so hoch wie in keinem anderen ersten Quartal jemals zuvor.

Gesundheitsleistung Brille

Laut TK-Gesundheitsreport 2022 flossen die Daten von rund 5,5 Millionen versicherten Erwerbstätigen dieser Krankenkassen ein. Und auch der Fehlzeiten-Report 2022 der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) bestätigt diese Entwicklung: Auf Basis anonymisierter Daten von 15,6 Millionen AOK-versicherten Erwerbstätigen bis Juli 2022 ergab sich ein Krankenstand zwischen Januar und Juli 2022 von 6,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein sehr starker Anstieg. Zwischen Januar und Juli 2021 betrug er noch 5,1 Prozent.

Hoher Krankenstand – die Gründe

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass der Krankenstand von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Dazu gehören zum Beispiel die Art der Tätigkeit, die Arbeitszeiten, die Licht- und Lärmverhältnisse oder auch der soziale Status sowie psychische Belastungen.

Auch der individuelle Lebenswandel spielt eine Rolle. Wer beispielsweise raucht oder unter Stress steht, hat ein höheres Risiko, krank zu werden.

Einer der Hauptgründe für den hohen Krankenstand in Deutschland sind belastende Arbeitszeiten. Viele Menschen arbeiten in anstrengenden und körperlich belastenden Jobs. Die Folge ist, dass sie sich häufiger krank melden oder Fehlzeiten haben. 

Auch unzureichende Lichtverhältnisse in der Arbeitsumgebung können zu einem hohen Krankenstand führen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um künstliches oder natürliches Licht handelt.

Wichtig ist nur, dass die Beleuchtung ausreichend ist und keine gesundheitlichen Beschwerden verursacht. Laut dem Gesundheitsreport 2022 der TK leiden bereits 17 Prozent der Beschäftigten in Deutschland unter schlechter Beleuchtung am Arbeitsplatz. Dies kann zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen führen und die Gesundheit beeinträchtigen.

Auch Lärm und Hitze am Arbeitsplatz können zu einem hohen Krankenstand führen. Gerade in lauten Umgebungen kann es zu Stress und Schlafstörungen kommen, die wiederum die Gesundheit beeinträchtigen.

Auch zu hohe Temperaturen am Arbeitsplatz können zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Laut dem Gesundheitsreport 2022 der TK leiden bereits 13 Prozent der Beschäftigten in Deutschland unter schlechten Temperaturbedingungen am Arbeitsplatz. Dies kann zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen führen.

21 Prozent leiden unter psychischen Belastungen

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz sind ebenfalls ein Grund für den hohen Krankenstand in Deutschland. Immer mehr Menschen leiden unter Stress und Burn-out. Laut dem Gesundheitsreport 2022 der TK leiden bereits 21 Prozent der Beschäftigten in Deutschland unter psychischen Belastungen am Arbeitsplatz.

Auch private Sorgen und Konflikte können Auslöser für psychische Erkrankungen sein. Dies kann zu Schlafstörungen, Depressionen und Angststörungen führen. 

Hinzu kommt, dass viele Menschen heutzutage einen ungesunden Lebensstil pflegen – sie rauchen oder trinken zum Beispiel alkoholische Getränke oder nehmen Drogen. Auch eine unausgewogene Ernährung kann die Gesundheit schädigen.

    Krankheitsquote – Was besagt sie, was ist zu tun ?

    Eine Krankheitsquote ist eine betriebliche Kennzahl, die angibt, wie viele Mitarbeiter eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum krankgeschrieben sind. Die Krankenquote wird in Prozent angegeben und gibt Aufschluss darüber, wie viele Mitarbeiter tatsächlich arbeiten können.

    Die Krankheitsquote kann auf verschiedene Arten berechnet werden. Eine sehr praktische und verbreitete Methode ist die Division der Anzahl der krankgeschriebenen Mitarbeiter durch die Anzahl der Gesamtmitarbeiter. Diese Zahl wird dann mit 100 multipliziert, um die Krankheitsquote in Prozent zu ermitteln.

    Die Krankheitsquote gibt Aufschluss darüber, wie produktiv ein Unternehmen ist. Je niedriger die Krankenquote, desto mehr Mitarbeiter können arbeiten und desto höher ist die Produktivität. Eine hohe Krankheitsquote bedeutet hingegen, dass viele Mitarbeiter krank sind und dementsprechend weniger produktiv arbeiten können. 

    In Deutschland liegt durchschnittlich die Krankheitsquote bei 3,6 Prozent. Das bedeutet, dass im Durchschnitt 3,6 Prozent aller Beschäftigten in einem bestimmten Zeitraum krankgeschrieben sind.

    Berufe mit einer hohen Krankheitsquote haben oft mit belastenden Arbeitsbedingungen zu tun. Dazu gehören beispielsweise Pflegeberufe, in denen die Mitarbeiter häufig sehr viel Stress haben und auch körperlich belastende Arbeiten ausführen müssen.

    Auch in Berufen mit hohem sozialem Druck, wie beispielsweise bei Lehrern oder Verkäufern, ist der Krankenstand im Unternehmen oft höher als im Durchschnitt.

    Hoher Krankenstand ist ein Alarmsignal

    Eine hohe Krankheitsquote hat für ein Unternehmen verschiedene Konsequenzen und sollte zugleich ein deutliches Alarmsignal an das Management sein. Zum einen muss das Unternehmen oft mehr Geld für Lohnfortzahlung und Krankengeld ausgeben.

    Zum anderen kann es zu Engpässen in der Produktion oder im Servicebereich kommen, da nicht genügend Mitarbeiter zur Verfügung stehen. In schwerwiegenden Fällen kann es sogar zu einem Betriebsstillstand kommen.

    Daher ist es wichtig, dass Unternehmen ihre Krankheitsquoten im Blick behalten und Maßnahmen ergreifen, um diese zu senken.

    Zum Beispiel sollte dann das Management eine Ursachenanalyse in die Wege leiten, um herauszufinden, was die Ursache für die hohe Krankenquote ist.

    Dies kann zum Beispiel durch Einzel-Befragungen oder Umfragen unter Mitarbeitern erfolgen. Wenn die Ursache identifiziert ist, können Maßnahmen ergriffen werden, um die Krankheitsquote zu senken.

    Eine gute Möglichkeit hierfür ist der Einsatz eines betrieblichen Gesundheitssystems. Dabei handelt es sich um ein Konzept, bei dem Unternehmen gezielt Maßnahmen ergreifen, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern und so den Krankenstand im Unternehmen zu senken.

    Krankenstand durch Mitarbeiter Gesundheit senken

    Die Mitarbeitergesundheit ist ein sehr wichtiges Thema. Immerhin sind die Mitarbeiter diejenigen, die den Betrieb am Laufen halten. Ein gesunder Mitarbeiter ist nicht nur produktiver, sondern auch krankheitsbedingte Ausfälle können so vermieden werden. Dies bedeutet nicht nur weniger Kosten für den Betrieb, sondern auch eine höhere Motivation der Belegschaft.

    Ein effektives betriebliches Gesundheitssystem ist daher für Unternehmen unerlässlich. Entsprechende Maßnahmen sollten daher zielgenau den individuellen Bedarf jedes einzelnen Mitarbeiters ansprechen und decken. So kann sichergestellt werden, dass die Gesundheitsangebote von allen Mitarbeitern genutzt werden und nicht nach kurzer Zeit wieder wirkungslos verpuffen.

    Durch eine Vielfalt an Gesundheitsleistungen und -services können so die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter erfüllt werden. Im Ergebnis führt das zu weniger Krankenstand und geringeren Kosten im Unternehmen. Betriebe sollten daher in ein effektives Gesundheits-System investieren, um langfristig Kosteneinsparungen zu erzielen.

    Beratung und FAIRFAMILY-Services für ein effektives Gesundheits-System

    Wir helfen Deinem Unternehmen, ein effektives, klares und zielgenaues Gesundheits-System zu entwickeln. Unsere Beratung und die FAIRFAMILY-Services sollen Dir und Deinem Unternehmen die Werkzeuge liefern, ein entsprechend nachhaltiges Gesundheits-System aufzustellen.

    Dabei können zahlreiche Fördergelder und Zuschüsse diese Wirkung sogar noch vervielfachen.