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Gesundheitsbudget? – Was bedeutet das eigentlich?

Mit dem Gesundheitsbudget wird Arbeitgebern wie auch ihren Mitarbeitern ein hochflexibles Instrument angeboten, betriebliche Gesundheit individuell und unbürokratisch neu zu gestalten.

Gesundheitsbudget für Mitarbeiter

Was bedeutet ein Gesundheitsbudget?

Das Gesundheitsbudget ist ein flexibel abrufbares Kontingent an betrieblichen Gesundheitsleistungen mit Lösungen für die typischen gesundheitlichen Herausforderungen in der Arbeitswelt 4.0 und ihren immer schneller werdenden Arbeitsprozessen. Ob Rückenprobleme, Sehschwäche, Kopfschmerzen, Knie- oder Zahn-Probleme, das Gesundheitsbudget zielt auf die Gesundheit der Mitarbeitenden und übernimmt die Kosten zum Beispiel für die dafür nötigen Brillen, Arzneimitteln, Physiotherapien, Massagen und vieles mehr.

Chancen und Vorteile

Für ein Gesundheitsbudget, das Dein Unternehmen eingerichtet hat, sprechen ganz allgemein diese Vorteile: 

 

  • Es ist unbürokratisch und mit einfachen Prozessen für Dein Unternehmen sowie die Mitarbeiter umsetzbar.
  • Ein einfaches und klares Modell mit geregeltem Jahres-Budget bei flexibler Verwendung.
  • Freiheit der Zusammenstellung und Auswahl interessanter Gesundheitsleistungen samt exklusivem Service kommen oben drauf.
  • Gilt generell als passendes „Paket“ mit Gesundheitsleistungen, die sich an alle Mitarbeiter richten, ob Frau oder Mann, jung oder alt, gesund oder krank sowie gesetzlich oder privat versichert.
  • Es hat eine „Sofort-Wirkung“ schon in vollem Umfang vom ersten Arbeitstag an.

Vorteile für Dein Unternehmen:

Ein Gesundheitsbudget hat zahlreiche und klare Vorteile für Dein Unternehmen: 

  • Beim Recruiting von Fachkräften ist es hilfreich: Die darin angebotenen Gesundheitsleistungen machen Dein Unternehmen attraktiver im Wettbewerb um neue Mitarbeiter. Das Gesundheitsbudget kann deutlich besser punkten als so manch andere finanzielle Zusatzleistung. Die Arbeitgeberattraktivität wird von den heutigen Bewerbern nicht nur an einem guten Gehalt gemessen, sie legen auch besonders Wert auf  attraktive und individuell passende Benefits.
  • Ein Baustein der Mitarbeiterbindung und die Mitarbeiterzufriedenheit, denn es signalisiert allen Mitarbeitern eine langfristige und nachhaltige Ausrichtung Deines Unternehmens für alle Lebensphasen. Es ist werthaltig und für Deine Mitarbeiter unmittelbar erlebbar. So fühlen sie sich noch mehr wertgeschätzt und für ihre eigene Gesundheit abgesichert.
  • 360-Grad-Ausrichtung: Oft wird betriebliche Gesundheitsförderung mit Maßnahmen wie Gesundheitstage, Sportangebote oder die bekannten „Obstkörbe“ beworben. Bekanntlich erreichen diese nur die völlig gesundheitsbewussten Mitarbeiter. Das sind vielleicht 10 oder 15 Prozent einer Belegschaft, aber bei weitem nicht alle Mitarbeiter. Hier ist das Gesundheitsbudget viel geeigneter, weil es als interessantes „Paket“ alle Mitarbeiter anspricht. Hier kann jeder einzelne Mitarbeiter frei nach seinen Interessen und Bedürfnissen die jeweiligen Leistungen auswählen bzw. nutzen.
  • Vorsorge: Durch das Gesundheitsbudget sind Vorsorgeleistungen inklusiv, sodass Schlimmeres für den Betrieb und die Mitarbeiter vielleicht verhindert werden kann. Früherkennung hilft auch, medizinische Heilung rechtzeitig in die Wege zu leiten.
  • Branchenneutral und universell: Das Gesundheitsbudget ist im Prinzip branchenneutral und unabhängig von der Mitarbeiterstruktur.
  • Geringer Aufwand: Der Arbeitgeber hat mit der Einrichtung nur einen geringen organisatorischen Aufwand. Abrechnungen sowie Leistungen werden von einem Dienstleister, Partner oder Vermittler über eine Versicherung durchgeführt.

Steuerrechtliches: Die Beiträge zur betrieblichen Krankenversicherung (bKV) in Höhe von 50 Euro (ab dem 1.1.2022) pro Monat und Mitarbeiter (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG) werden als lohnsteuer- und sozialversicherungsfreier Sachbezug behandelt. Daher können Arbeitgeber diese Beiträge und ggf. den übernommenen Anteil bei Steuern sowie Sozialabgaben voll als Betriebsausgaben absetzen.

Vorteile für Mitarbeiter:

Auch die Mitarbeiter haben erhebliche Vorteile durch das Gesundheitsbudget, insbesondere:

  • Für alle gilt das Gleiche: Jeder sucht sich genau die Leistungen aus, die er braucht oder wirklich will.
  • Individueller Gesundheitsschutz unabhängig von Alter oder Geschlecht. 
  • Leistungen ohne Gesundheitsprüfung („Gesundheitsstatus“) oder tarifliche Wartezeiten (also: „sofort“).
  • Selbst Vorerkrankungen sind mitversichertohne Ausschlüsse.
  • Auch laufende oder empfohlene Behandlungen (zum Beispiel „fehlende Zähne“) werden abgedeckt.
  • Über den Gruppenvertrag des Arbeitgebers erhalten die Mitarbeiter unabhängig vom jeweiligen Gesundheitsstatus Zugang zu besserer Medizin.
  • Bequeme und kostenfreie Nutzung durch alle Mitarbeiter zum Beispiel über kostenfreie Abrechnungs-App’s. Diese ermöglichen ein leichtes herunterladen und einreichen eigener Rechnungen. Und: Jeder kann einfach nachvollziehen, wie viel vom Gesundheitsbudget „verbraucht“ ist.

Steuerrechtliches: Nach Einkommenssteuergesetz (§ 3 Nr. 1a) sind alle in Anspruch genommenen Leistungen aus einer bKV für Mitarbeiter steuerfrei.

Welche Leistungen sind im Gesundheitsbudget?

Das Gesundheitsbudget enthält in der Regel diese ambulanten und zahnärztlichen Versorgungsleistungen:

  • Heilmittel (z.B. Physio- oder Ergotherapie, Krankengymnastik, Logopädie)
  • Sehhilfen (z.B. Brillen, Kontaktlinsen, Lasik)
  • Hörgeräte (insb. Neuanschaffung oder Ersatz)
  • Zahnbehandlung (z.B. Kunststofffüllungen bis hin zu Inlays oder Wurzel- bzw. Parodontose-Behandlungen)
  • Zahnersatz (insb. Brücken, Prothesen, Kronen oder Implantate)
  • Professionelle Zahnreinigung sowie Bleaching
  • Arznei- und Verbandmittel
  • Heilpraktiker (insb. Akupunktur bis hin zu Osteopathie)
  • Hilfsmittel (alles von Blutzuckermessgeräten bis hin zu orthopädischen Maßschuhen)

Dabei gilt grundsätzlich: Nur per Rezept vom Arzt verordnete Medikamente oder Behandlungen werden erstattet. Es gibt jedoch einzelne Kostendeckel: Zum Beispiel im Behandlungsbereich Fehlsichtigkeit, bei der Erstattungen für eine Sehhilfe sowie Kontaktlinsen auf 180 Euro pro Jahr begrenzt sind. Desweiteren werden Kosten im Bereich Zahnprophylaxe durch professionelle Zahnreinigungen nur bis zu 60 Euro pro Jahr übernommen. Weitere Einschränkungen gibt es für die Mitarbeiter bei den nutzbaren Gesundheitsleistungen nicht.

Stichwort „Machen!“: Die Umsetzung entscheidet über den Erfolg

Das Wichtigste bei einem Gesundheitsbudget ist, dass es richtig im Unternehmen integriert wird. Das fängt zunächst mit dem Setzen und Vereinbaren von Zielen sowie dem Vorbereiten und Schaffen von Strukturen an. Dafür müssen Mitarbeiter beauftragt und entsprechend geschult werden. Hierfür sollte ein eigenes Schulungssystem errichtet und genutzt werden. Zudem sind klar definierte Prozesse für die Umsetzung nötig. Auch eine professionelle Unterstützung bei der Kommunikation zu den Mitarbeitern je nach Erklärungsbedürftigkeit (Komplexität) der einzelnen gesundheitlichen Maßnahmen und Angebote ist unbedingt erforderlich. Denn ganz oben steht an: Deine Mitarbeiter müssen anfangen, die Leistungen zu nutzen. Die ersten Schritte, das in Gang setzen des Prozesses, also der Startimpuls entscheidet mit über den Erfolg am Ende.

Staatliche Fördergelder nutzen! 

Der Staat fördert Unternehmen, die in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren. Das hilft, die Finanzierung eines solchen Gesundheitsbudgets noch weiter wirtschaftlicher zu gestalten. Dadurch fließen weitere Mittel, um Mitarbeitern noch einmal zusätzlich und kostenfrei vorsorgende Gesundheits-Checkup‘s zu finanzieren, mit einem Cashback-System zu weiteren Aktivitäten zu motivieren, ergänzende Team-Wettbewerbe wie zum Beispiel eine Schritt-Challenge durchzuführen oder weitere Services wie eine Facharzt-Terminvereinbarung innerhalb von 5 Tagen, ein Gesundheitstelefon auf 24 Sprachen sowie eine Video-Telefonie zu Ärzten und vieles mehr zu integrieren.

Auch ganz wichtig: Messzahlen für den Budgeterfolg definieren!

Stillstand und Status Quo ist Rückschritt: Das gilt auch für das Gesundheitsbudgets. Darum ist es für den Erfolg eines solchen so wichtig, dass Du die Entwicklung – und nicht nur die der Benutzung (Teilnahmequote) – anhand von Messzahlen permanent kontrollierst. Messzahlen für den Erfolg des Gesundheitsbudgets können zum Beispiel der Krankenstand der Mitarbeiter, die Anzahl der arbeitsplatzbezogenen Beschwerden oder psychischen Erkrankungen sowie die der Unfälle sein. Werden die Daten zeitnah verfolgt und zeigt sich hier eine Verbesserung, so belegt das den systematischen Erfolg Deines Gesundheitsbudgets. Es trägt nicht zuletzt neben der Mitarbeiter-Gesundheit und -Zufriedenheit auch dazu bei, für Dein Unternehmen Qualität und Produktivität zu steigern sowie unter anderem die Recruitingkosten zu senken.