Was ist ein geldwerter Vorteil?

In den Bereichen Finanzen und Steuerrecht ist der Ausdruck „geldwerter Vorteil“ von entscheidender Bedeutung. Dieser Begriff bezieht sich auf nicht monetäre Leistungen, die ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern zusätzlich zum regulären Gehalt gewährt. Da diese Vorteile als Teil des Einkommens betrachtet werden, sind sie in der Regel steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Wenn Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber Sachleistungen erhalten, die nicht in Form von Geld, sondern als Sachbezug vorliegen, entsteht ein geldwerter Vorteil. Einige Beispiele dafür sind Firmenwagen, die auch von Privatpersonen genutzt werden können, kostenfreie oder verbilligte Mahlzeiten, Wohnungen und Zuschüsse zu Versicherungen. Diese Vorteile erhöhen das Einkommen des Empfängers, da sie einen messbaren wirtschaftlichen Wert darstellen.

Geldwerter Vorteil und Steuer- und Sozialversicherungsrecht

Der geldwerte Vorteil wird gemäß den üblichen Einkommensteuerrichtlinien besteuert. Der Wert des Vorteils wird in das reguläre Einkommen aufgenommen und dann entsprechend wie etwa eine Gehaltserhöhung besteuert. Die Ermittlung des Werts variiert je nach Art des Vorteils. Beispielsweise wird in Deutschland häufig die Ein-Prozent-Regelung bei der privaten Nutzung eines Firmenwagens angewendet. Jeden Monat werden ein Prozentsatz des Fahrzeuglistenpreises als steuerpflichtiges Einkommen hinzugefügt.

Neben der steuerlichen Belastung sind auch geldwerte Vorteile in der Regel einer Sozialversicherung unterworfen. Es ist erforderlich, Beiträge zur Sozialversicherung basierend auf ihrem Wert zu zahlen. Diese Regelung trägt dazu bei, dass alle Arten von Einkommen, unabhängig davon, ob sie in Form von Geld oder in einer anderen Form vorliegen, gleich behandelt werden.

Ist der geldwerte Vorteil ein Mitarbeiterbenefit?

Geldwerte Vorteile sind Vorteile für Mitarbeiter, aber steuerlich gesehen keine direkten Mitarbeiterbenefits, die Unternehmen ihren Mitarbeitern zusätzlich zum normalen Gehalt anbieten. Da diese Vorteile wie z.B. einen Firmenwagen einen monetären Wert haben, den sie im täglichen Leben nutzen können, erhöhen sie indirekt das Einkommen der Mitarbeiter.

Mitarbeiterbenefits hingegen können in Deutschland bis zu einem monatlichen Betrag von maximal 50 Euro im Monat (früher 44 Euro) steuer- und sozialversicherungsfrei sein. Alles darüber muss als ein geldwerter Vorteil versteuert werden, Steuern und Sozialabgaben müssen in vollem Umfang gezahlt werden.

Trotz der Tatsache, dass geldwerte Vorteile steuer- und sozialversicherungspflichtig sind, gelten sie für Arbeitgeber und Arbeitnehmer oft als eine attraktive Form der Vergütung. Indem sie zusätzliche Anreize bieten, die das Grundgehalt übersteigen, dienen sie als effektives Mittel zur Mitarbeitermotivation und -bindung. Es ist jedoch besser, hier mit effizienten Mitarbeiterbenefits zu arbeiten, da diese eine weitaus größere Wirkung entfalten können. Das Gesundheits-Benefit-System ist ein gutes Beispiel dafür, da es als gesundheitsfördernde Maßnahme sogar staatlich gefördert wird.